| Was wir so machen |
Die Förderung der Kinder- und Jugendsegelei, die Schaffung einer neuen Möglichkeit der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche hatten sich unsere Gründerväter vor mehr als 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben. Segeln für alle, auch oder gerade für Kinder "aus einfachen Verhältnissen", wo der Familien-Etat den monatlichen Beitrag für den Sportverein einfach nicht hergibt. "Kinder-von-der-Straße-weg-Segeln", umschrieb es mal jemand etwas salopp.
Grundsätzlich hat sich daran bis heute nichts geändert. Unsere Jüngsten machen mit etwa acht Jahren ihre ersten Erfahrungen auf, am und manchmal auch im Wasser... Rund um das Segeln rankt sich so nebenbei allerlei Pädagogisches und Lehrreiches. In der Gruppe geht gemeinsam eben doch vieles einfacher, als wenn sich jeder als Einzelkämpfer dran versucht. Und lustiger ist’s obendrein. Und wenn mal nicht alle einer Meinung sind, muß man das eben irgendwie klären, sich miteinander arrangieren. Passenden Wind und gutes Wetter gibt’s nicht mikrowellenfertig aus der Konserve und einfach mit der Fernbedienung weiterzappen geht auch nicht, also muß man sich auch hier irgendwie arrangieren. |
| Historisches... |
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Ein Haufen Latten, Platten, Lack, Leim und Beschläge verstaubt in einer Ecke des Haus der Jugend Lichtwarkhaus in Hamburg-Bergedorf, das waren unsere Wurzeln. Angeschafft von einem sehr engagierten Bezirksjugendreferenten wartete dieser staubige Haufen auf jemanden, der ihn zu einer schwimmfähigen Optimisten-Jolle zusammenbaut. Es fand sich schließlich ein frischgebackener Segelscheinbesitzer, seines Zeichens Werklehrer, der sich mit einigen Jugendlichen über den Opti Bausatz hermachte. Und weil man gerade dabei war, folgten noch drei weitere. 1976 machten die Vier das erste Mal Bekanntschaft mit dem nassen Element. Der Bootspark wuchs, die jungen Seglerinnen und Segler auch und irgendwann paßt mensch nur noch mit akrobatischen Verrenkungen in einen Opti. Über kurz oder lang mußten größere Boote her, damit es mit der Segelei auch für die größeren Jugendlichen weitergehen konnte. Und wieder waren es der engagierte Bezirksjugendreferent und der segelnde Werklehrer, die einigen engagierten Eltern den Gedanken zu einem Förderverein für die Segelei ihrer nun nicht mehr ganz so kleinen Kindern einimpften. Am 1. November 1976 erblickte der Förderkreis Jugendsegeln das Licht der Welt, als Träger der freien Jugendhilfe vom Jugendamt bezuschußt und damals die Sensation in der Jugendarbeit im Hamburger Südosten. Aus einer Baustellen-Mondlandschaft an der Dove Elbe wurde gemeinsam ein Domizil am Wasser geschaffen, fleißige Eltern krempelten die Ärmel hoch und nette Firmenmanager spendeten Geld und sogar komplette Boote. |